Mein Business
bestens versichert
 
Philipp Locher
“Ihr Business tickt im Takt der Zeit - unsere Versicherungskonzepte auch”
Philipp Locher
Business Development
 
Dilemma für die Praxis: Erste Abmahnung wegen eines Vorschaubildes auf Facebook
 

Auf unserer exali.de Infobase greifen wir den Fall auf, der in den vergangenen Tagen für Diskussionen und Aufregung in der Netzgemeinde sorgte – und erklären, wie sich Selbständige und Freiberufler im New Media Business in der Praxis verhalten sollten.

Abmahnung : Social Media Business als rechtliches Minenfeld
Vermögensschadenhaftpflicht versichert rechtliche Fallstricke
Share-Buttons: weiteres Risiko für Seitenbetreiber

Verstoß durch Thumbnail: 1.800 Euro Abmahngebühren und Schadenersatz

Was war passiert? Der Betreiber einer gewerblich genutzten Facebook-Fanpage hatte auf deren Pinnwand einen Link geteilt. Dabei zog sich Facebook – wie üblich – ein briefmarkengroßes Vorschaubild, dass zusammen mit dem Post angezeigt wird.

Was für die einen als Hingucker einen Anreiz dafür bildet, auf den Link zu klicken, führte in diesem Fall zu einer Überreizung. Im Klartext: Die Urheberin des Bildes war alles andere als begeistert, dass ihr Werk ohne ihre Genehmigung in dem Facebook-Posting angezeigt wurde und schaltete eine Berliner Kanzlei ein.

Wenig später erreichte den Betreiber der Fanpage ei n anwaltliches Schreiben inklusive der Forderung nach rund 1.800 Euro: 600 Euro Abmahngebühren und 1.200 Euro Schadenersatz in Form „fiktiver Lizenzgebühren“.

nach oben

Abmahnung: Social Media Business als rechtliches Minenfeld

Die erste Abmahnung wegen eines Thumbnails auf Facebook – eine Hiobsbotschaft für alle Social Media Marketer, -Agenturen und Freiberufler, die sich mit eigenen Pages im Netz präsentieren. Denn nicht nur auf dem größten aller sozialen Netzwerke, sondern auch auf anderen Plattformen wie Google+ oder Pinterest, werden beim Teilen Vorschaubilder erzeugt.

Und auch, wenn die Reaktion der Urheberin beim Großteil der Netzgemeinde auf verständnisloses Kopfschütteln sorgt – rein rechtlich ist sie auf der sicheren Seite: Auch ein noch so kleines Thumbnail (sofern man daran nicht selbst das Recht zur Weitergabe hat) bedarf der Einwilligung des Urhebers, wie es eben auch beim Posten des Bildes selbst der Fall ist.

Liegt also keine Einwilligung vor, wird mit dem Teilen ein geschütztes Werk rechtlich unzulässig öffentlich zugänglich gemacht – ein Urheberrechtsverstoß. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem bleibt also nichts anderes übrig, als die Vorschau wegzuklicken.

Ein Dilemma für die Praxis – oder anders gesagt: Ein weiterer Stolperstein, der Social Media Business zum rechtlichen Minenfeld macht. So trifft auch Rechtsanwalt und Web 2.0-Experte Thomas Schwenke die Aussage, dass es kaum möglich sei, soziale Medien zu nutzen, ohne Urheberrechtsverstöße zu begehen.

nach oben

Vermögensschadenhaftpflicht versichert rechtliche Fallstricke

Ein Risiko, das Dienstleister je nach Branche und Tätigkeit durch eine entsprechende Vermögensschadenhaftpflicht kurz VSH) absichern können, wie die IT-Haftpflicht, Media-Haftpflicht und Consulting-Haftpflicht über exali.de.

Sie sichern u.a. die Verletzung von

  • Urheberrechten und Lizenzrechten,
  • Persönlichkeitsrechten und Datenschutzgesetzen sowie
  • Markenrechten und Namensrechten

umfassend ab – auch im Fall grober Fahrlässigkeit und ohne den Versicherungsschutz der Vermögensschadenhaftpflicht von einer vorhergehenden juristischen Prüfung abhängig zu machen.

nach oben

Share-Buttons: weiteres Risiko für Seitenbetreiber

Der Fall noch einen Schritt weitergedacht: Rechtsanwalt Thomas Schwenke wirft die Überlegung auf, dass sich die Abmahnung wegen eines Vorschaubildes auch zum Haftungsrisiko für Seitenbetreiber entwickeln kann, die auf ihren Homepages Social Buttons integriert haben.

Solche Buttons suggerieren, dass Inhalte geteilt werden dürfen, die wiederum inklusive Vorschaubild auf den sozialen Plattformen angezeigt werden. Was dabei jedoch oft vergessen wird: Rechtlich ist das nur erlaubt, wenn der Seitenbetreiber auch die nötigen Bildrechte hat. Und hier sind die Grenzen eng. Das hört beispielweise bereits bei Bildern aus Stockarchiven auf.

Das Problem: Aus juristischer Sicht (als Störer) „stiftet“ der Seitenbetreiber den Nutzer zu einem Urheberrechtsverstoß an, indem er ihm den Social Button zur Verfügung stellt. So läuft er Gefahr, nicht nur vom Urheber abgemahnt zu werden, sondern in letzter Konsequenz auch vom Nutzer, den er in unberechtigter Weise zum Teilen eines Vorschaubildes „aufgefordert“ hat.

Als Lösungsansatz schlägt der Rechtsexperte vor, sich die Einwilligung der Nutzungsrechteinhaber der Bilder zu holen, oder auf Standardfotos zurückzugreifen, an denen das Recht zur Weitergabe besteht – etwa das eigene Firmenlogo. So kann auf den sozialen Plattformen beispielweise mittels Open-Graph-Funktion ein rechtlich unbedenkliches Vorschaubild vorgegeben werden, das beim Posten automatisch gezogen wird.

nach oben

Weiterführende Links

© Flora Anna Grass – exali GmbH

 
0 Leser-Kommentar
 

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte füllen Sie alle als * Pflichtfelder gekennzeichneten Bereiche aus.

 
 
 
 
 
 
  Absenden  
 
 
exali.de - Versicherungen für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen
Versicherungen für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen

Das Versicherungsportal exali.de bietet IT-Freiberuflern und Dienstleistern, Medienschaffenden und Consultants exklusive Versicherungslösungen, die Ihre geschäftlichen Risiken kalkulierbar machen.

 IT-Versicherung
Bestens versichert rund um IT- & Telekommunikation

  Consulting-Versicherung
Bestens versichert als Consultant, Manager & Trainer

 Media-Versicherung
Bestens versichert im Kreativ-, Agentur, und Medienbereich

  Anwalts-Versicherung
Bestens versichert als Rechtsanwalt und Sozietät

 eCommerce-Versicherung
Bestens versichert als Webshop und Internetportal

  D&O-Versicherung
Bestens versichert als Angestellter bei persönlicher Haftung

 A&I-Versicherung
Bestens versichert als Architekt oder (Bau-)Ingenieur