Frage: Ich habe auf der exali-Website und auch im Antrag keinerlei Hinweise dazu gefunden, dass die Büro- und Betriebshaftpflichtversicherung (BHV) für Berater, Manager und Trainer eine Privathaftpflichtversicherung beinhaltet. Das ist bei manchen BHV so gängig. Wie ist das bei Ihrer Consulting-Haftpflichtversicherung?
Ralph Günther: Die Büro- und Betriebshaftpflichtversicherung als Baustein der Consulting-Haftpflicht beinhaltet keine Privathaftpflicht (kurz PHV).
Früher war eine inbegriffene PHV = Privathaftpflichtversicherung (meist beitragsfrei und subsidiär) tatsächlich bei einigen Versicherern üblich. Dadurch gab es jedoch mit den Finanzämtern häufig Probleme, etwa bei der Anerkennung des Beitrags als Betriebsausgabe, weil die Abgrenzung von privaten und beruflichen Aufwendungen fehlte.
Daher ist man mittlerweile dazu übergegangen, die Privathaftpflicht entweder ganz herauszunehmen (wie im Fall der Consuling-Haftpflicht) oder gegen einen separat ausgewiesenen Beitragszuschlag mit der gewerblichen / betrieblichen Haftpflicht im Paket anzubieten.
Im letzteren Fall besteht dann kein wirklicher Vorteil mehr, da man die PHV in der Regel auf den individuellen Bedarf zugeschnitten besser über einen separaten Vertrag erhält. Die im Verbund mit der BHV = Betriebshaftpflichtversicherung erhältlichen Privathaftpflichtverträge sind feste Pakete, die von einer Basisabsicherung bis hin zu einem umfangreichen Schutz reichen, jedoch nicht flexibel auf die private Situation angepasst werden können.
So können Umstände wie z.B.
unversichert bleiben.
Durch die Separation beider Verträge entsteht übrigens auch keine negative Verquickung von privaten und beruflichen Schäden, die einen einzelnen Vertrag belasten.
Mehr Informationen zur Haftpflichtversicherung für Consultants.
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