Die «IT-Haftpflicht» trägt auch Ihr Kostenrisiko für die Abwehr ungerechtfertigter Ansprüche Ihrer Kunden sowie für die professionelle Schadenregulierung (so genannter „Passiver Rechtsschutz“) durch die Übernahme der außergerichtlichen und gerichtlichen Kosten (z.B. Anwalts-, Sachverständigen-, Zeugen-, Gerichts-, Reisekosten).
„Passiv“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Leistung auf die Abwehr eines fremden Anspruches (z.B. vom Auftraggeber) bezieht und nicht auf die „aktive“ Durchsetzung eigener Ansprüche.
Da selbst ausgefeilte AGB oder einzelvertragliche Regelungen keinen Schutz davor bieten, dass der Auftraggeber im Fall der Fälle versuchen wird, (freiberufliche) Dienstleister in Anspruch zu nehmen, kommt dem passiven Rechtsschutz eine zentrale Bedeutung im Schadenfall zu.
Ob etwa grobe oder nur leichte Fahrlässigkeit vorliegt - und somit die Haftungsbegrenzung der verwendeten AGB greift - sehen im Schadenfall Auftraggeber und Auftragnehmer häufig gegensätzlich. Auch die Frage, ob und inwieweit ein Verschulden des Dienstleisters vorliegt, kann gerade im Bereich komplexer IT- und Telekommunikationssysteme oder bei IT-Beratungsleistungen oft erst durch ein langwieriges Verfahren oder gar einen Rechtsstreit geklärt werden.
Diese außergerichtlichen und gerichtlichen Kosten und das damit verbundene Kostenrisiko für einen langwierigen Fall trägt dabei im Rahmen des passiven Rechtsschutzes der IT-Haftpflicht-Versicherer. Zudem steht bei spezialisierten Versicherern (wie z.B. der Hiscox) ein Expertennetzwerk von international agierenden Anwälten und Gutachtern für die Schadenbearbeitung zur Verfügung.
Hinweis: Die Kosten für Schadenregulierung oder Abwehr werden zusätzlich zur Deckungssumme (Leistungsobergrenze) vom Versicherer gezahlt, solange die Deckungssumme für die Schadenersatzzahlung nicht überschritten wird. Übersteigt der Haftpflichtanspruch die vereinbarte Leistungsobergrenze, trägt der Versicherer die Kosten nur insoweit, als sie bei einem Haftpflichtanspruch in Höhe der Leistungsobergrenze entstanden wären. Bei Ansprüchen vor Gerichten der USA und Kanadas sind die Kosten auf die Deckungssummen begrenzt.
© exali GmbH, alle Rechte vorbehalten