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Kreative Krise: Wenn ein falsches Wort zum Ruin führt
 

Abgedruckte Worte können Probleme mit sich bringen, die sich nicht so leicht ausmerzen lassen. Die folgenden drei Beispiele zeigen Risiken auf, mit denen Medienschaffende rechnen müssen.

Fehlerhafte Recherche führt zu Kicker-Chaos

In den Hauptrollen des Fußballfiaskos spielen Schalke-Talent Leon Goretzka, der renommierte Sportjournalist Raphael Honigstein und ein Fan des FC Liverpools. Vorhang auf für ein folgenreiches Twitter-Gewitter:

Alles begann mit einem harmlosen Tweet des Sportjournalisten über die Zukunft des angehenden Fußballstars Goretzka:

„Soweit ich weiß hat sich Leon Goretzka mit dem FC Bayern auf einen Wechsel 2018 geeinigt.“

Auf Rückfrage eines Liverpool-Fans, warum denn kein Team versucht hatte das Kickertalent für die nächste Session zu verpflichten, antwortete Honigstein selbstbewusst:

Der Deal mit dem FC Bayern ist durch.“ Und später: „Er hat zugesagt, zu Bayern zu wechseln. Aber das ist bis Januar nicht bindend.“

Ein Tweet, der international für Furore sorgt: Nicht nur renommierte deutsche und englische, sondern auch brasilianische, kroatische und schwedische Zeitungen, Sportjournals und Fußballblogs übernahmen das Scheinwissen des deutschen Fußballexperten – und gaben dem Gerücht weiter Zunder. Lange musste das Lauffeuer nicht brennen bis sich der Spieler selbst zu Wort meldete, um die Gerüchte über seinen bevorstehenden Wechsel zu dementieren. Gegenüber der BILD-Zeitung deklarierte der 22-jährige alle Gerüchte als „völliger Quatsch“.

Doch ein Schaden war zu diesem Zeitpunkt schon angerichtet – selbst wenn der Fußballspieler tatsächlich den Verein wechseln will, können diese Gerüchte schwerwiegende Folgen für seine Ablösesumme haben. Geheimgehaltene Deals und Absprachen werden zunichte gemacht, wenn nun weitere Vereine Angebote abgeben und so die bisherige Ablösesumme in die Höhe treiben. Da bleibt nur zu hoffen, dass niemand auf die Idee kommt, den Journalisten und seine offensichtlich fehlerhafte Recherche verantwortlich zu machen. An seinem Image als Experte und Fußballinsider dürfte dieser Fail auf jeden Fall kratzen… 

Die Kohl-Biografie und verletzte Geheimhaltungspflicht

Im zweiten Beispiel gerät kein Journalist in eine Notlage, sondern ein Ghostwriter: Ursprünglich sollte Heribert Schwan als Ghostwriter die Memoiren von Altkanzler Helmut Kohl veröffentlichen. Bevor die Zusammenarbeit der beiden beendet war, zerstritten sich Kohl und Schwan – ein Buch wurde trotzdem veröffentlicht. Darin fanden sich unter anderem pikante Äußerungen über Kohls Privatleben und Informationen über Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel oder den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff.

Kohl legte Klage ein, da die gedruckten Äußerungen strikt vertraulich waren und in dieser Form nicht hätten veröffentlicht werden dürfen. Für die Verletzung seines Persönlichkeitsrechts wurde Kohl eine saftige Schadenersatzzahlung von über einer Millionen Euro zugesprochen. Der Autor und die Verlagsgruppe hatten mit der Veröffentlichung des Buchs die Verschwiegenheits- und die Geheimhaltungspflicht verletzt, was ihnen jetzt teuer zu stehen kommt. Teuer wird es auch in unserem nächsten geschilderten Fall…

Zwischen Rufmord und seriöser Berichterstattung: Der Fall Kachelmann

Über 600.000 Euro Schmerzensgeld bekam der Meteorologe Jörg Kachelmann vom Landgericht Köln zugesprochen. Für die Entschädigung müssen die Boulevardmedien BILD und BILD.de aufkommen – wegen Hetzkampagnen rund um seinen Strafprozess, die ihn beruflich und privat in den Ruin trieben. Trotzdem der ehemalige ARD-Wettermoderator im Verfahren um Vergewaltigungsvorwürfe freigesprochen wurde, trägt er finanzielle Schäden durch Verdienstausfall davon. Zudem ist seine Karriere im deutschsprachigen Raum wohl auf Lebenszeit beendet.

In der Berichterstattung verlor so mancher Gerichtsreporter die nötige Distanz – statt sachlicher Berichterstattung veröffentlichten viele Zeitungen eine abgedruckte Hexenjagd. Der Justizirrtum ist die eine Sache, dass Journalisten und Medien aber Grenzen der Objektivität überschritten allerdings eine andere…

Kleine Fehler mit großer Wirkung

Zu solch drastischen Fällen kann es bei meiner Arbeit als Journalist oder Blogger nicht kommen? Falsch gedacht, denn Tatsache ist, dass jede unüberlegte Veröffentlichung Schaden anrichten kann – sei es bei einer großen Tageszeitung oder bei einem kleinen Politblog. Keiner ist davor gefeit, Fehler zu begehen, weshalb die richtige Absicherung das A und O ist.

Ob Blogger oder Journalist: Die Media-Haftpflicht über exali.de versichert pauschal alle Tätigkeitsbereiche eines freiberuflichen oder selbstständigen Kreativen. Die All-Risk-Deckung schützt bei Verletzungen von Urheber-, Marken-, Domain-, Lizenz-, Namens- oder Persönlichkeitsrechten und schließt beispielsweise auch finanzielle Folgen durch eine Weitergabe vertraulicher Informationen ein. Zudem übernimmt die Haftpflichtversicherung nicht nur die Verteidigungskosten für einen eventuellen Rechtsstreit (Passiver Rechtsschutz), sondern, im Falle einer Verurteilung, auch die Schadenersatzzahlung.

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© Vanessa Materla – exali GmbH

 
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