Mein Business
bestens versichert
 
Jessica Zauner
“Ruhig schlafen - auch bei Beratungs- & Aufklärungsfehlern”
Jessica Zauner
Kundenbetreuung
 
beA-Karte noch nicht beantragt? Dann droht Fristversäumnis!
 

Das bringt Anwälten das besondere elektronische Anwaltspostfach

Bevor es ans Eingemachte geht, kurz back to the roots: Besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA)? Was war das nochmal? Das beA läutet die Zukunft der Kommunikation im deutschen Rechtssystem ein. Im Vergleich zu einem klassischen E-Mail-Postfach ist das Anwaltspostfach dank Verschlüsselung um einiges sicherer und speziell auf Anwälte zugeschnitten. Papierkram und Akten adé, hallo elektronischer Schriftverkehr!

Schlechte Nachrichten für alle Zu-spät-Kommer

Damit die elektronische Kommunikation mittels Anwaltspostfach in Betrieb genommen werden kann, benötigen Anwälte eine Sicherheitskarte, die sogenannte beA-Karte. Die Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer verkündet Anwälten bei der Bestellung dieser Karte jedoch leider eine Hiobsbotschaft: Wer seine Karte nicht vor dem 30. September 2017 bestellt hat, erhält diese höchstwahrscheinlich nicht rechtzeitig zum Inkrafttreten der passiven Nutzungspflicht am 1. Januar 2018!

Deshalb Anwälte, nicht noch mehr Zeit verlieren und schnell die beA-Karte bestellen! Für diejenigen, die dabei Hilfe benötigen, gibt´s weiter unten im Artikel eine To-do-Liste.

Ab 2018 passive Nutzungspflicht – Pflicht zur aktiven Nutzung frühestens ab 2020

Nach dieser Hiobsbotschaft kommt jetzt eine gute Nachricht: Ab nächstem Jahr gilt lediglich die sogenannte passive Nutzungspflicht für das besondere elektronische Anwaltspostfach. In der Praxis heißt das: Anwälte müssen das Postfach nach § 31a VI BRAO n.F. einrichten sowie regelmäßig auf neue Nachrichten kontrollieren – und diese dann auch zur Kenntnis nehmen. Es reicht also nicht aus, das beA vollständig einzurichten und es anschließend links liegen zu lassen.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Anwälte ab Januar 2018 noch nicht verpflichtet sind, das Postfach aktiv zu nutzen, also untereinander oder mit den Gerichten elektronisch zu kommunizieren. So besteht zwar ab Beginn 2018 die Möglichkeit, mit allen Gerichten die elektronische Kommunikation aufzunehmen, doch Experten gehen davon aus, dass es eine verpflichtende Regelung – je nach Bundesland und Gerichtsbarkeit – frühestens ab 2020 geben wird.

Regeln über Regeln – das muss bei der Einrichtung des beA beachtet werden!

Diese Schonfrist bis zur aktiven Nutzungspflicht bedeutet jedoch nicht, dass Anwälte den Umgang mit ihrem Anwaltspostfach schleifen lassen können. Denn die Pflicht zur passiven Nutzung ist mit Aufwand verknüpft. Also liebe Anwälte, falls Sie bislang um das beA herumgekommen sind, gibt es jetzt einiges zu tun und zu beachten. Hier kommt die angekündigte To-do-Liste:

  • Die Bundesrechtsanwaltskammer (BARK) richtet für jedes im Gesamtverzeichnis eingetragene Mitglied ein beA ein.
  • Schritt Eins: Anwälte müssen eine spezielle Sicherheitskarte mit PIN-Code (beA-Karte) bei der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer (BNotK) bestellen. Doch Vorsicht: Für das Verwenden der Karte wird ein Kartenlesegerät benötigt. Außerdem darf pro Anwalt nur eine beA-Karte als Sicherungsmittel genutzt und nicht an Mitarbeiter weitergegeben werden!
  • In einem zweiten Schritt lässt sich das Postfach mittels Webclient abrufen. Einfach die beA-Internetseite aufrufen.
  • Mit der Installation der „beA Client Security“ kann die Einrichtung des Postfachs vervollständigt werden – jedoch nur vom kanzleieigenen Computer!

Letzte Hoffnung Anwalts-Haftpflicht

Um die Brisanz der Lage zu verdeutlichen, hilft ein kleines Fallbeispiel: Ein Anwalt bestellt seine beA-Karte nicht rechtzeitig und kann folglich auch sein Anwaltspostfach nicht fristgemäß einrichten, geschweige denn auf Eingänge kontrollieren. Deshalb entgeht ihm eine wichtige Nachricht, in der ihm ein Gerichtstermin mitgeteilt wird.

Jetzt nimmt das Desaster seinen Lauf: Sein Mandant erfährt ebenso wenig von dem Termin, was diesem teuer zu stehen kommen kann. Im Worst Case macht dieser Schadenersatzansprüche gegen seinen Anwalt geltend, der wiederum seine Anwalts-Haftpflichtversicherung dafür in Anspruch nehmen muss. Daher ist es für Anwälte wichtig, mit der Pflichtversicherung im Ernstfall bestmöglich abgesichert zu sein – gerade auch für den Einsatz neuer Technologien. Die Anwalts-Haftpflicht von exali.de legt besonderen Wert auf den Schutz vor Haftungsrisiken durch die voranschreitende Digitalisierung. So bietet exali.de Anwälten und Kanzleien eine spezielle Datenschutz- und Cyber-Eigenschaden-Deckung an, welche die Risiken durch Cyberkriminalität umfassend und kostengünstig absichert.

Weitere interessante Artikel:

© Sarah Kurz – exali GmbH

 
0 Leser-Kommentar
 

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte füllen Sie alle als * Pflichtfelder gekennzeichneten Bereiche aus.

 
 
 
 
 
 
  Absenden  
 
 
exali.de - Versicherungen für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen
Versicherungen für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen

Das Versicherungsportal exali.de bietet IT-Freiberuflern und Dienstleistern, Medienschaffenden und Consultants exklusive Versicherungslösungen, die Ihre geschäftlichen Risiken kalkulierbar machen.

 IT-Versicherung
Bestens versichert rund um IT- & Telekommunikation

  Consulting-Versicherung
Bestens versichert als Consultant, Manager & Trainer

 Media-Versicherung
Bestens versichert im Kreativ-, Agentur, und Medienbereich

  Anwalts-Versicherung
Bestens versichert als Rechtsanwalt und Sozietät

 eCommerce-Versicherung
Bestens versichert als Webshop und Internetportal

  D&O-Versicherung
Bestens versichert als Angestellter bei persönlicher Haftung

 A&I-Versicherung
Bestens versichert als Architekt oder (Bau-)Ingenieur