Wie gelingt ein Corporate Design für Ihr Startup?
Ein gutes Corporate Design sorgt für Wiedererkennungswert. Es transportiert die Einzigartigkeit Ihres Unternehmens, sodass Ihre Zielgruppe weiß genau, mit wem sie es zu tun hat. Was zu einem guten Corporate Design gehört und wie Sie es einsetzen müssen, erfahren Sie hier.
Was ist Corporate Design?
Das Corporate Design ist Teil der Corporate Identity eines Unternehmens. Es handelt sich um das Erscheinungsbild eines Unternehmens. Es umfasst Gestaltungselemente wie Farben, Logo und Schriften. Damit sorgt es für einen Wiedererkennungswert durch einen einheitlichen, glaubwürdigen Auftritt Ihres Business nach außen.
Wofür brauchen Sie ein Corporate Design?
Sie brauchen ein Corporate Design, um…
…Ihrem Unternehmen, Ihren Marken und Produkten ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben,
…gegenüber Ihrer Zielgruppe glaubwürdig aufzutreten und Vertrauen zu schaffen,
…einen Wiedererkennungswert zu schaffen und
…Ihr Unternehmen (inklusive Ihrer Mitarbeitenden) auf „eine Linie zu bringen“ – also eine einheitliche Richtung vorzugeben und für ein Gemeinschaftsgefühl zu sorgen.
Das Corporate Design repräsentiert Ihr Business nach außen. Planen Sie diesen Bestandteil ihrer Corporate Identity daher von Grund auf und verfolgen Sie dabei eine Strategie. Denn ein Corporate sollten Sie langfristig denken, anstatt es ständig zu ändern.
Wie bauen Sie Ihr Corporate Design auf?
Beachten Sie folgende Schritte, wenn Sie Ihr Corporate Design aufbauen:
1. Wie definieren Sie Ihre Marke?
Stellen Sie sich folgende Fragen: Wer sind Sie? Wofür stehen Sie? Und was unterscheidet Sie vom Wettbewerb? Überlegen Sie, welche Botschaft Sie transportieren wollen. Mit welchen Aussagen soll Ihre Zielgruppe Sie in Verbindung bringen? Formulieren Sie die wichtigsten Kernaussagen:
Welches Versprechen geben Sie Ihrer Kundschaft?
Welchen Mehrwert bieten Sie?
Welche Produkte und Leistungen bieten Sie an?
Wie hilft Ihr Angebot Ihrer Kundschaft?
Was unterscheidet Sie von anderen Unternehmen Ihrer Branche?
2. Wie sieht Ihre Unternehmensstrategie aus?
Vor dem Design benötigen Sie eine Unternehmensstrategie. Definieren Sie Ihre Ziele genau. Welche Meilensteine wollen Sie bis wann erreichen? Welche Mittel benötigen Sie dafür? Analysieren Sie dafür auch den Wettbewerb. Dabei hilft Ihnen dieser Artikel: Die Konkurrenz im Blick: Wettbewerbsanalyse in 3 Schritten.
3. Was sind Ihre Unternehmensfarben?
Wenn Sie wissen, wer Sie (unternehmerisch betrachtet) sind, können Sie das visuelle Design in Angriff nehmen. Machen Sie sich Gedanken über Ihre Unternehmensfarben. Sie haben unterschiedliche Bedeutungen – ihre Wirkung ruft bestimmte Emotionen hervor. Denken Sie darüber nach, welche Farben Ihr Unternehmen, Ihre Werte und Ihre Branche am besten wiederspiegeln.
Wie Farben auf Ihre Zielgruppe wirken, lesen sie hier: Farbpsychologie im Business: Finden Sie die Farbe für Ihr Unternehmen.
4. Welche Schriftart passt zu Ihrem Business?
Auch die verwendete Schrift ist Teil Ihrer Corporate Identity. Sie können aus drei Kategorien wählen:
- Serifen-Schriften: Diese haben einen Anker am Ende jedes Buchstabens (zum Beispiel „Times New Roman“). Diese Schrifttypen gelten als traditionell, klassisch und zeitlos.
- Sans-Serif-Schriften: Sie haben keinen Anker und wirken dadurch weicher. Sie werden als elegant und modern wahrgenommen (Beispiel: „Helvetica“).
- Hand- und Kalligrafieschriften (Schreibschrift): Diese Schriften erinnern an die Schreibschrift, die wir aus der Schule kennen. Sie geben Ihrem Unternehmen einen luxuriösen, eleganten und verspielten Touch.
Lassen Sie sich bei der Wahl ihrer Schrift ruhig online inspirieren. Dort gibt es viele Grafiken mit verschiedenen Schriftkombinationen zu entdecken. Möchten Sie mehrere Schriften kombinieren, legen Sie am besten eine Hauptschrift fest. Die anderen Schriften unterstützen diese.
5. Wie sieht Ihr Logo aus?
Sie können Ihr Logo selbst entwerfen oder dieses Projekt in fachkundige Hände geben. Achten Sie darauf, dass Schrift und Logo gut zueinander passen und sich ergänzen – schließlich ist Ihr Logo in der Regel das erste, das andere von Ihrem Unternehmen wahrnehmen. Folgende Punkte sind wichtig:
- Es sollte einzigartig sein, sich leicht einprägen und verständlich sein.
- Gestalten Sie Ihr Logo nicht zu bunt. Maximal drei Farben genügen.
- Orientiert Sie sich am Stil Ihrer Zielgruppe.
- Transportieren Sie Ihre Botschaft, anstatt fremde Logos nachzuahmen. Überlegen Sie, welche Symbole und Bilder zu Ihrem Business passen.
- Gestalten Sie das Logo so, dass es in verschiedenen Medien und in verschiedenen Größen funktioniert und gut erkennbar ist.
6. Wie lautet Ihr Slogan?
Der Slogan kann Teil Ihres Logos sein oder für sich alleinstehen. Wichtig ist, dass er unverwechselbar mit Ihrem Unternehmen verknüpft ist. Mit ihm können Sie ein Versprechen abgeben, Ihre Leistungen beschreiben, einen Nutzen transportieren oder Ihr Alleinstellungsmerkmal hervorheben. Halten Sie es dabei kurz und einprägsam.
Sowohl Slogans als auch Logos können allerdings markenrechtlich geschützt sein. Führen Sie daher im Vorfeld unbedingt eine Markenrecherche durch, um Abmahnungen zu vermeiden.
Wo setzen Sie Ihr Corporate Design ein?
Verfügen Sie über ein durchdachtes Corporate Design, sollten Sie es an verschiedenen Stellen einsetzen:
Ausstattung: Zum Beispiel auf Visitenkarten, Blöcken, Präsentationsvorlagen, Geschäftsdokumenten, AGB oder auf der Arbeitskleidung Ihrer Mitarbeitenden
Außendarstellung: zum Beispiel an der Außenwand des Gebäudes, auf der Beschilderung, auf Fahrzeugen
Werbung: Plakate, Flyer, Give-Aways, Produktverpackungen
Web-Auftritt: Website, Sozialen Medien, Newsletter, Werbebannern
Halten Sie die Richtlinien für Ihr Corporate Design in einem Corporate Design Manual (Styleguide) fest. Dort hinterlegen Sie Farbcodes, Abstände, Maßangaben und bestimmen, was wo zum Einsatz kommt. A7uf diese Weise gewährleisten Sie eine konsequente Umsetzung Ihres Corporate Designs und ersparen sich ständige Dienstleister-Briefings.



