Media-Haftpflicht

Ausschlüsse im Versicherungsvertrag

Wie bei jedem Versicherungsvertrag sind auch für die «Media-Haftpflicht» gewisse Ausschlüsse und Leistungsbegrenzungen vereinbart, unter anderem:

  • Ansprüche wegen wissentlicher Pflichtverletzung, insbesondere wissentlichen Abweichens von Gesetzen, Vorschriften oder Anweisungen des Auftraggebers
    D.h. Sie sind nicht versichert, wenn Sie vorsätzlich - also wissentlich - gegen vertragliche Vereinbarungen oder Gesetze verstoßen (die leicht oder grob fahrlässige Verletzung z.B. von Rechten Dritter ist selbstverständlich versichert).
  • Ansprüche wegen Geldstrafen, Bußen und individuell vereinbarten Vertragsstrafen
    D.h. Sie sind nicht versichert, wenn die zwischen Ihnen und dem Kunden vereinbarte Vertragsstrafe höher ist, als der tatsächlich entstandene Schaden.

    Vertragsstrafen aufgrund der Verletzung von Geheimhaltungspflichten oder Datenschutzvereinbarungen sind jedoch versichert. Ebenso besteht Versicherungsschutz für Schadenersatz, der aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung nicht am konkreten Schaden bemessen, sondern pauschal geltend gemacht wird (pauschaler Schadenersatz).
  • Erbringung der geschuldeten Leistung, Nacherfüllung und Nachbesserung (wobei der Schadenersatzanspruch des Kunden aufgrund der Nichterfüllung / Schlechterfüllung vollumfänglich versichert ist!)
    D.h. Sie erhalten keine Erstattung Ihres Werkslohns oder Ihres Honorars, wenn Sie die mit dem Kunden vereinbarte Leistung noch nicht komplett erbracht haben.
  • Ansprüche wegen der Veröffentlichung verfassungsfeindlicher, rassistischer oder antisemitischer Inhalte
  • Ansprüche wegen nicht zutreffender Vorhersagen oder Berechnungen hinsichtlich in Aussicht gestellter Gutscheine, Rabatte oder sonstiger Gewinne in der Werbung, bei Preisausscheiben oder sonstigen Glückspielen
  • Ansprüche wegen der Tätigkeit als Produktdesigner / Industriedesigner*, Architekt oder Ingenieur
    gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, insbesondere wegen der Planung, Konstruktion oder Berechnung von Fabriken, Gebäuden, Maschinen und Anlagenkomponenten einschließlich der Bauüberwachung (Architekten- und Ingenieurrisiko).

    * Produkt- und Industriedesign
    Ein Produkt- bzw. Industriedesigner befasst sich mit der Neugestaltung von Konsum- und Investitionsgütern. Eine grundlegende Anforderung, die der Industriedesigner bei seiner Arbeit berücksichtigen muss, ist die Umsetzbarkeit seines Entwurfs in einem industriellen Fertigungsprozess. Er ist nicht Gestalter von Unikaten, sondern von Produkten, die in einer seriellen (Massen-) Produktion hergestellt werden.

Beispiele für Leistungsbeschränkungen:

  • Entschädigung wird nur geleistet, soweit der Haftpflichtanspruch oder der Eigenschaden die vereinbarte Selbstbeteiligung übersteigt.
Rechtsverbindlich sind die ausformulierten Ausschlüsse. Für eine vollständige Information bitten wir Sie, sich mit dem Abschnitt E. der Versicherungsbedingungen vertraut zu machen.