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Sarah-Yasmin Fließ
“Verlässliche Infos - weil Google nicht alle Fragen beantwortet”
Sarah-Yasmin Fließ
Leitung Online-Redaktion
 
Facebook, Twitter & Co.: Wo verstecken sich die Risiken in sozialen Netzwerken?
 

Beim Teilen von Beiträgen immer schön neutral bleiben

Um mit dem eigenen Business dauerhaft auf der Erfolgsschiene zu fahren, greifen Freelancer und Selbstständige gerne in die Trickkiste Facebook. Nur wer im Gespräch bleibt, macht sich einen Namen – da werden keine Mühen gescheut. Ein wichtiger Bestandteil dieses Konzepts: Die „Share“-Funktion des Social-Media-Giganten, mit welcher Beiträge anderer User geteilt werden können.

Das OLG Dresden (Urt. v. 07.02.2017 – Az.: 4 U 1419/16) sorgt dafür, dass beim Drauf-los-Teilen von Posts zukünftig lieber zwei Mal hingesehen werden sollte. Konkret stand bei dem Urteil die Frage im Raum, wann ein Facebook-Nutzer im Ernstfall haften muss, wenn sein geteilter Beitrag rechteverletzende Inhalte enthält. Grundsätzlich gilt: Wer Fremdes teilt, muss dafür nicht geradestehen. Doch sobald derjenige den Beitrag nicht nur „shared“, sondern kommentiert oder sich eindeutig damit identifiziert, kann er bei unerlaubtem Content in die Mangel genommen werden.

Unternehmer, aufgepasst, was bedeutet das in der Praxis? Wer Beiträge von Dritten innerhalb von Facebook teilt, sollte auf Nummer sicher gehen und neutral bleiben! Und um nichts dem Zufall zu überlassen, kann diese Regel ebenfalls für andere soziale Medien übernommen werden.

Ein Urheber kommt selten allein

Profilseite der eigenen Firma mit netten Fotos aufgehübscht, den Facebook-Post mit einem lustigen Video garniert: Sorgfältig ausgewähltes Bildmaterial mag schön aussehen, doch es birgt viele Tücken. An erster Stelle steht das Urheberrecht! Wer nicht doppelt prüft, ob ein verwendetes Bild lizenzfrei ist, läuft Gefahr, teure Abmahnungen und Schadenersatzforderungen zu kassieren. Hier gilt: Klarheit verschaffen, bevor ein Bild hochgeladen wird.

Und aufgepasst: Auch wer eine Bildlizenz besitzt, kann im sozialen Netz Schiffbruch erleiden. Denn Nutzungsbedingungen wie die von Facebook sehen vor, dass die Bilder auf Dauer von Facebook genutzt werden dürfen, sobald sie dort hochgeladen werden. Das muss die kostenfreie oder kostenpflichtige Lizenz auch vorsehen. Daher sind hier besondere Bildlizenzen (so genannte erweiterte Social Media Lizenzen) erforderlich.

Urheberrechtsverstöße treten gerne auf, wenn sie keiner erwartet. So sind beispielsweise Spaßbildchen, sogenannte Memes, urheberrechtlich geschützt. Und wer sich den Scherz erlaubt und bei speziellen Facebook-Challenges mitmacht sollte ebenso achtsam handeln. Das Profilbild durch den Lieblings-Disney-Charakter ersetzen? Hier könnte es sich um ein urheberrechtlich geschütztes Bild handeln!

Den eigenen Followern Live-Eindrücke von einer brandheißen Veranstaltung mitteilen? Dann bitte aufpassen, wenn Bilder oder Videos veröffentlich werden, auf denen Personen zu sehen sind. Wer sich hierfür keine Einverständniserklärung einholt, könnte Persönlichkeitsrechte verletzen. Das gilt im Übrigen auch für Kollegen oder Mitarbeiter der eigenen Firma.

Toi, toi, toi: Aufgepasst bei Gewinnspielen!

Ein weiterer Themenbereich, bei dem Selbstständige schnell den Überblick verlieren können, sind Gewinnspiele. An sich eine schöne Sache, um (potenzielle) Kunden auf die eigenen Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Bestimmte Anforderungen müssen eingehalten werden, um keine kostspieligen Abmahnungen zu riskieren:

  • Die Community bitte nicht auffordern, das Gewinnspiel im privaten Profil zu teilen.
  • User dürfen nicht aufgefordert werden, einen eigenständigen Post zum Gewinnspiel zu verfassen.
  • Die Verlinkung auf dem Bild zum Gewinnspiel darf keine Voraussetzung zur Teilnahme sein.
  • Das Gewinnspiel muss transparent gestaltet sein.
  • Die konkreten Teilnahmebedingungen müssen auf einer externen Seite mitgeteilt werden.

Wenn alle Stricke reißen, hilft die richtige Absicherung

Selbst, wenn alle genannten Risiken beachtet werden und Stolpersteine von vornherein umgangen werden: Eine hundertprozentige Garantie für ein abmahnfreies Posten und Tweeten gibt es nie. Gerade, weil soziale Netzwerke es in sich haben, werden Hürden oftmals übersehen oder im Eifer des digitalen Gefechts vergessen.

Um sich gegen berufliche Missgeschicke abzusichern, kann eine gute Versicherung der Retter in der Not fürs eigene Business sein. Eine Berufshaftpflicht über exali.de macht Risiken kalkulierbar und schützt vor Schadenersatzansprüchen Dritter.

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© Sarah Kurz – exali GmbH

 
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