Architekten-Haftpflichtversicherung

Berufshaftpflicht: Versicherte Risiken

Die «Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure“ versichert allgemein gesetzliche Haftpflichtansprüche für Verstöße in der Ausübung der beruflichen Tätigkeit, wenn Sie für einen Sach-, Vermögens- oder Personenschaden in Anspruch genommen werden.

Versichert ist dabei auch

  • die Tätigkeit als Bauherr, Bauträger oder Generalübernehmer (unter bestimmten Voraussetzungen)
  • Rechtsberatung und Rechtsdienstleistung gem. §5 RDG (Rechtsdienstleistungsgesetz)
  • Tätigkeiten im Bereich technischer Due Diligence und Immobilienbewertungen
  • die Tätigkeit als Generalplaner oder Projektsteuerer
  • die Teilnahme an Arbeits- und Liefergemeinschaften
  • die Tätigkeit als zertifizierter DGNB-Auditor
  • die Tätigkeit als Preisrichter, Lehrbeauftragter und Dozent
  • Beratungstätigkeiten gem. VOF, VOLVOB gewerblicher Haus- und Grundbesitz
  • technisches Facility-Management
  • Mediation im Bauwesen
  • die Unterhaltung eines Betriebes

1. Beispiele für versicherte Risiken gegenüber Dritten

  • Unterschätzung von Baugrundverhältnissen, die in Folge zu zeitaufwendigen und kostenintensiven Anpassungen führen
  • Rechtsverletzung durch eigene Inhalte (z.B. auf der Firmenwebseite, in sozialen Medien oder auf Blogs)
  • Nichterkennen abzusehender Kostenüberschreitungen bzw. unterlassene Information an Auftraggeber
  • Unzureichende Information über Finanzierungen, Fördergelder und notwendige Versicherungen
  • Verletzung von Geheimhaltungspflichten und Datenschutzgesetzen
  • Verstöße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
  • Umsatzausfall aufgrund mangelnden Facility Managements
  • Geänderte Pläne/Zeichnungen werden nicht weitergeleitet
  • Aufstellen und Überwachung eines Zeitplans wird vernachlässigt
  • Fehlende Beratung bei der Auswahl von ausführenden Firmen
  • Unzureichende Bauüberwachung der ausführenden Firmen
  • Fehlende Information über notwendige Umplanungen
  • Fehlerhafte Erstellung von Gutachten

2. Beispiele für versicherte Eigenschäden

  • Kosten für die strafrechtliche Verteidigung im Schadenfall (sogenannter Straf-Rechtsschutz);
  • Prozesskosten für die gerichtliche Durchsetzung unstreitiger Vergütungsansprüche (so genannter Vergütungs-Rechtsschutz);
  • Kosten für Mahnverfahren bis hin zur Vollstreckung, sofern der Schuldner die Forderung nicht bestreitet (Online-Forderungsmanagement);
  • Kosten für durch Dritte verursachte Verluste der eigenen Domainnamenrechte bzw. der Verfügungsgewalt über die eigene Homepage (Domainschutz-Versicherung).

3. Optional versicherbare Risiken

 

3.1. Honorarrechtsschutz

  • Kosten für Klagen gegen insolvente oder zahlungsunwillige Auftraggeber
     

3.2. Datenschutz- und Cybereigenschaden-Deckung

  • Hackerschaden an eigenen Computersystemen
  • Schäden durch Datenrechtsverletzung (z.B. Diebstahl von Datenträgern)
  • Vorsätzliche Schädigung der Computersysteme durch eigene Mitarbeiter
     

3.3. D&O Außenhaftung

  • Pflichtverletzung des Geschäftsführers einer Kapitalgesellschaft (persönliche Haftung)
  • Ansprüche des Fiskus im Zusammenhang mit Subunternehmern