IT-Haftpflicht

Vermögensschadenhaftpflicht „VSH“

Der Grundbaustein der «IT-Haftpflicht» über den Spezialversicherer Markel ist die Vermögensschadenhaftpflicht (kurz VSH). Berufliche Fehler führen bei IT-, Engineering- und TK-Projekten sehr häufig zu Vermögensnachteilen – sprich Vermögensschäden – bei einem Dritten (z.B. Auftraggeber). Daher spielt die Absicherung von so genannten „reinen Vermögensschäden“ bei der «IT-Haftpflicht» eine zentrale Rolle.

Vermögensschäden sind Schäden, die weder Personenschäden noch Sachschäden (Beschädigung, Vernichtung oder Abhandenkommen von Sachen) sind noch sich aus solchen Schäden herleiten. Der Versicherer Markel definiert auch den Verlust, die Veränderung oder Blockade von Daten als Vermögensschaden.
 

All-Risk-Deckung der Vermögensschadenhaftpflicht

Die Vermögensschadenhaftpflicht ist als „All-Risk-Deckung“ konzipiert, wodurch alle Haftungsrisiken im Einsatzbereich IT, Engineering und Telekommunikation ohne abschließende Aufzählung versichert sind. Einschränkungen der „All-Risk-Deckung“ ergeben sich lediglich durch die Ausschlüsse in den Versicherungsbedingungen.

Hier einige Schadenbeispiele der Vermögensschadenhaftpflicht

  • Programmierfehler bei der Erstellung einer Abrechnungssoftware
  • Umsatzausfall des Kunden aufgrund einer Fehlfunktion im Bestellformular
  • Abmahnung und Schadenersatzforderung durch Urheberrechtsverletzungen
  • Mehrkosten des Kunden durch fehlerhafte IT-Beratung
  • Schaden durch Weitergabe virenbehafteter Dateien
  • Schaden durch fehlerhaftes Datenbank-Update
  • Datenverlust durch fehlerhafte Datensicherung
  • versehentliches Löschen von Kundendaten
  • Schaden durch fehlerhafte Konfiguration einer VoIP-Anlage
  • Regressansprüche aufgrund einer gehackten Software (Sicherheitslücke)

Eigenschadenversicherung

Neben der Schädigung eines Dritten (z.B. Kunde oder Auftraggeber) sind durch die Vermögensschadenhaftpflicht auch bestimmte eigene Schäden versichert:

  • Kosten eines externen PR-Beraters bei einem drohenden oder bereits eingetretenen Reputationsschaden durch einen Schadenfall; (NEU) Dies gilt auch im Falle der Verbreitung öffentlicher Falschinformationen (sogenannte Fake News) durch Dritte
  • Veränderung oder Blockierung der eigenen Webseite (z.B. Hackerschaden)
  • Wiederbeschaffung verlorener, eigener, schriftlicher Dokumente zur Auftragserledigung
  • Kosten bei einem durch Dritte verursachten Verlust der eigenen Domain (Domain-Rechtsschutz)
  • Eigenschadenversicherung

Vertrauensschadenversicherung

Durch die Vermögensschadenhaftpflicht sind auch bestimmte vorsätzliche Schäden durch eigene Mitarbeiter und der Betrug durch Dritte versichert.

  • Vermögensschaden durch eigene Mitarbeiter (z.B. Griff in die Firmenkasse, Fehl- und Doppelüberweisungen, Nichtbeachtung von Skonti sowie Schreib-, Rechen- und Eingabefehler bei der Rechnungserstellung);
  • Mehraufwendungen durch Betrug und Urkundenfälschung durch Dritte in Absicht, sich rechtswidrig zu bereichern;
  • (NEU) Versicherungsschutz besteht auch für die arglistige Täuschung eigener Mitarbeiter, durch die irrtümlich Zahlungstransaktionen o.ä. veranlasst werden (sog. Social Engineering Schaden);