IT-Haftpflicht

Zusatzschutz Projektverträge (ZPV)

Zur Absicherung von Risiken aus IT Projektverträgen (Dienstverträgen) mit Ihren Auftraggebern hat exali.de den Versicherungsschutz der IT-Haftpflicht erweitert. Versichert sind durch den „Zusatzschutz für Projektverträge“:

1. Wettbewerbsrecht

Versicherungsschutz besteht für vertraglich vereinbarte Wettbewerbsverbote mit Auftraggebern oder Projektvermittlern (auch wenn diese Vereinbarungen Vertragsstrafen beinhalten). Für diese Deckungserweiterung gilt eine Entschädigungsgrenze im Rahmen der Versicherungssumme für Vermögensschäden von maximal 25.000 Euro je Versicherungsfall und -jahr.

Im Rahmen der Entschädigungsgrenze sind auch die bei der Abwehr des Anspruches entstehenden notwendigen außergerichtlichen und gerichtlichen Kosten versichert.

2. Verletzung von Patentrechten

Der Versicherer erweitert den im Rahmen der Vermögensschadenhaftpflicht gewährten Versicherungsschutz für Patentrechtsverletzungen von 100.000 Euro je Versicherungsfall und -jahr auf 300.000 Euro.

Im Rahmen der Entschädigungsgrenze sind der Schadenersatz wie auch die bei der Abwehr des Anspruches entstehenden notwendigen außergerichtlichen und gerichtlichen Kosten versichert.

3. Ausfall von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen (Key Man Absicherung)

Gerade bei kleineren IT-Unternehmen ist die wirtschaftliche Existenz sehr eng mit einigen wenigen Know-how-Trägern verbunden. Ein Ausfall eines dieser Mitarbeiter kann schnell zu einer ernsthaften finanziellen Bedrohung werden. Daher sind durch den „Zusatzschutz für Projektverträge“ auch Eigenschäden durch den Ausfall von Mitarbeitern, insbesondere von IT-Spezialisten in Schlüsselpositionen (sogenannte Key Man Absicherung), versichert.

Ein versicherter Ausfall eines Schlüsselmitarbeiters liegt unter folgenden Umständen vor:

  • Wirksame außerordentliche und fristlose Kündigung durch die versicherte Gesellschaft aufgrund massiven beruflichen Fehlverhaltens des Mitarbeiters
  • Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters, die ärztlich bescheinigt länger als 6 Monate andauert
  • Tod des Mitarbeiters.

Der Versicherer ersetzt nach vorheriger Absprache notwendige Kosten im Zusammenhang mit der Nachbesetzung der Position. Dazu gehören beispielsweise Headhunter-Kosten, Kosten für die externe Kommunikation oder Personalmehrkosten, die durch den Einsatz externer Fachkräfte entstehen.

4. Außerordentliche Kündigung des Dienstvertrages

Im Rahmen des  „Zusatzschutzes für Projektverträge“ sind auch Honoraransprüche bei einer außerordentlichen (fristlosen) Kündigung mitversichert. Es werden die Honoraransprüche erstattet, auf die der Versicherungsnehmer ohne die ausgesprochene außerordentliche Kündigung Anspruch gehabt hätte.

Die Erstattung wird für die Dauer der vereinbarten ordentlichen Kündigungsfrist vom Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung an gerechnet, längstens jedoch bis zu dem Zeitpunkt des ursprünglich vereinbarten Projektendes.

Hinweis: Im Ergebnis werden Sie bei einer außerordentlichen Kündigung so gestellt, als wäre Ihr Dienstvertrag ordentlich, sprich fristgerecht, gekündigt worden.

Voraussetzung für eine Versicherungsleistung ist,

  • dass der Zeitpunkt des Versicherungsbeginns oder des Einschlusses des Zusatzbausteins vor dem Zeitpunkt der Unterzeichnung des Projektvertrages liegt;
  • dass es sich um eine wirksame außerordentliche Kündigung handelt;
  • dass die Kündigung nicht auf vorsätzlich oder grob fahrlässig fehlerhafter Einschätzung der vorhandenen technischen, logistischen, finanziellen oder personellen Ressourcen beruht;
  • dass sich der Versicherungsnehmer nach Erhalt der außerordentlichen Kündigung um eine adäquate Tätigkeit und Vergütung bemüht;
  • dass dem Versicherungsnehmer zustehende Rückgriffsansprüche an den Versicherer abgetreten werden.

Der Versicherer übernimmt auch die Kosten für die Prüfung der Wirksamkeit der außerordentlichen Kündigung (sogenannter Passiver Rechtsschutz), soweit diese in einem wirtschaftlichen Verhältnis zu der zu erwartenden Versicherungsleistung stehen.

Die Deckungssumme für diesen Zusatzbaustein liegt bei 25.000 Euro je Schadenfall. Es besteht ein Selbstbehalt in Höhe von 15 Prozent, mindestens jedoch 250 Euro.

Versicherungsschutz besteht ausschließlich für Projekte, die nach Versicherungsbeginn bzw. nach Einschluss dieses Zusatzbausteins geschlossen wurden.

5. Erweiterung der Nachhaftung wegen Aufgabe der versicherten Tätigkeit

In der IT-Haftpflicht sind im Rahmen der Bedingungen alle Schäden versichert, die während der Vertragslaufzeit eintreten. Wenn Sie den Versicherungsvertrag wegen der dauerhaften Aufgabe der Tätigkeit als Freiberufler/Selbständiger kündigen, so erweitert der Zusatzbaustein den Versicherungsschutz auch für Schadenfälle, die nach Beendigung des Vertrages eintreten, von 5 auf 10 Jahre.